Videomass
Videomass ist eine mächtige, kostenlose GUI für FFmpeg, die dir Batch-Transcodings, Filter und Presets in einer klaren Oberfläche bündelt. Wenn du Videos schneller umwandeln, trimmen, normalisieren oder verlustfrei zusammenführen willst, bekommst du hier echte Zeitersparnis. Im Folgenden erfährst du, wie Videomass funktioniert, welche Funktionen überzeugen und worauf du bei der Einrichtung achten solltest.
Vorteile
- Leistungsstarke Preset-Verwaltung mit Batch- und Queue-Verarbeitung
- Umfangreiche Video-/Audio-Filter inkl. EBU-R128-Normalisierung und verlustfreien Workflows
- Plattformübergreifend, werbefrei und quelloffen
Nachteile
- Lernkurve: Viele Optionen wirken anfangs technisch
- Ergebnisqualität hängt vom installierten FFmpeg-Build ab
- Oberfläche funktional, aber optisch eher nüchtern
Was ist Videomass?
Videomass ist eine grafische Oberfläche für FFmpeg. Ziel: die rohe Power der Kommandozeile bequem nutzbar machen - für Einsteiger wie für Profis. Die App ist open source, läuft auf Windows, macOS, Linux und FreeBSD und kommt ohne Werbung. Du verwaltest Presets, kombinierst Filter, startest Aufträge in Serie und behältst die Kontrolle über Formate, Codecs, Qualität und Zielgrößen.
Hauptfunktionen
Statt dich durch kryptische Parameter zu tippen, klickst du dich durch klar gegliederte Panels. Besonders stark ist die Breite an Tools und die saubere Log-Ausgabe - du siehst jederzeit, was passiert und warum.
- Batch & Queue: Viele Dateien in einem Rutsch konvertieren, Aufträge sauber abarbeiten lassen.
- Preset-Manager: Eigene Presets erstellen, importieren, versionieren - ideal für wiederkehrende Workflows.
- Timeline-Editor: Segmente schneiden oder die Laufzeit ohne Re-Encoding kürzen (wo möglich).
- Verlustfreie Workflows: Streams kopieren (Audio/Video) statt neu zu kodieren, wenn nur das Containerformat wechseln soll.
- Filter-GUIs: Resize, Crop, Transpose, Deinterlace, Denoise, Stabilize, Equalize - inklusive Vorschauen.
- Audio-Tools: PEAK/RMS und EBU R128 Normalisierung, Lautstärke-Analyse, gezielte Stream-Auswahl.
- Formate & Codecs: MP4, MKV, AVI, WEBM, MP3, FLAC, OPUS u. v. m.; H.264/H.265, VP8/VP9, AV1 (je nach FFmpeg-Build).
- Komfort: Medieninfo via FFprobe, ETA-Anzeige, Drag & Drop, Wechsel zwischen FFmpeg-Builds.
So funktioniert es
Du lädst deine Clips per Drag & Drop, wählst ein Preset (z. B. CRF-basiertes H.264 für Web), passt bei Bedarf Bitrate, Auflösung oder Filter an und startest die Queue. Logs zeigen dir den exakten FFmpeg-Aufruf - perfekt, um Fehler zu verstehen oder Presets zu verfeinern. Für schnelle Social-Media-Tasks nutzt du Copy-Mode oder fertige Presets; für heikle Projekte justierst du Filter einzeln.
Warum du es brauchst
Wer regelmäßig mit Medien arbeitet, spart mit Videomass richtig Zeit. Ein Beispiel aus der Praxis: Ich musste neulich eine abendliche 4K-Drohnenaufnahme fürs Web optimieren - zack, Preset mit CRF 22, leichte Rauschminderung, dezentes Sharpening, Audio auf -23 LUFS (EBU R128) normalisiert. Ergebnis: kleiner, sauber, konsistent - und das in einem Durchlauf für alle Clips.
Installation & Voraussetzungen
Videomass benötigt FFmpeg/FFprobe. Unter Windows/macOS sind diese häufig im Installer enthalten; unter Linux nutzt du in der Regel die Systempakete oder ein AppImage. Wichtig: Welche Codecs/Filter dir zur Verfügung stehen, hängt vom FFmpeg-Build ab (z. B. AV1 via libaom, HEVC via x265). Die Oberfläche ist mehrsprachig, sodass du dich schnell zurechtfindest.
Tipps aus der Praxis
- Qualität steuern: Für H.264/H.265 liefert CRF meist bessere Ergebnisse als feste Bitraten.
- Schnitt ohne Verluste: Nutze den Timeline-Editor und Copy-Mode; für Framegenauigkeit ggf. re-encoden.
- Podcast/Voice: Mit EBU R128 auf konsistente Lautheit normalisieren - klingt sofort professioneller.
- Eigene Presets: Baue dir Profile pro Plattform (YouTube, Instagram, Archiv) und du arbeitest im Alltag schneller.
Für wen geeignet?
Für Creator, Podcaster, Agenturen und alle, die mehr als eine Datei pro Woche anfassen. Wenn du Kontrolle über Codecs, Filter und Qualität willst, aber nicht jedes Mal die Kommandozeile anwerfen möchtest, ist Videomass genau der Sweet Spot.
Fazit
Videomass liefert eine seltene Mischung aus Komfort und Kontrolle. Es ist nicht das hübscheste Tool, aber eines der effizientesten. Wer ein bisschen Zeit in Presets investiert, bekommt einen robusten, wiederholbaren Workflow - genau das, was im Alltag zählt.
Häufig gestellte Fragen:
Ist FFmpeg bereits enthalten?
Unter Windows und macOS ist FFmpeg in der Regel im Installer gebündelt. Auf Linux nutzt du meist das systemweit installierte FFmpeg oder ein portables Paket.
Unterstützt Videomass AV1 und HEVC?
Ja, sofern dein FFmpeg-Build die entsprechenden Encoder (z. B. libaom, x265) mitbringt. Videomass stellt die GUI, die Fähigkeiten liefert FFmpeg.
Kann ich Dateien ohne Qualitätsverlust zusammenführen oder schneiden?
Ja, per Stream-Kopie und Timeline-Editor. Verlustfrei klappt das an Keyframes; für Framegenauigkeit ist Re-Encoding notwendig.
Ist Videomass wirklich kostenlos?
Ja. Es ist Open Source unter der GPL-3.0-Lizenz und dauerhaft kostenlos nutzbar.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
Videomass
Lizenzart:
Open Source (GPL-3.0)
System:
Windows, macOS, Linux, FreeBSD
Sprache:
Multi-language
Update:
21.01.2026
Latest Version:
6.1.20
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