Tabby

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Tabby vereint alle notwendigen Terminal-Funktionen in einer benutzerfreundlichen Oberfläche.

Tabby ist ein moderner, extrem anpassbarer Terminal-Emulator mit integriertem SSH-, Seriell- und Telnet-Client für Windows, macOS und Linux. Wenn dir PuTTY, Terminal.app oder das klassische Windows-Terminal zu eng werden, liefert Tabby dir Tempo, Komfort und Kontrolle. In diesem Review bekommst du einen klaren Überblick, was Tabby stark macht, wo Grenzen liegen und für wen sich der Umstieg lohnt.

Vorteile

  • All-in-One: Terminal, SSH, Seriell und Telnet mit Profilen
  • Leistungsstarke Workflows: Split-Panes, Quake-Konsole, Verbindungsmanager
  • Plugins, Themes, fein justierbare Shortcuts

Nachteile

  • Höherer RAM-Verbrauch durch Electron
  • Einige Extras (z. B. SFTP-Tab) nur per Plugin
  • Nach großen Updates gelegentlich kleinere Bugs

Tabby im Überblick

Tabby ist eine vielseitige Alternative zu Standard-Tools wie dem Windows-Terminal, PuTTY oder iTerm. Du bekommst ein schnelles, anpassbares Interface, das lokale Shells, SSH, Telnet und serielle Verbindungen unter einem Dach bündelt - inklusive Verbindungsmanager und Profilen. Version 1.0.229 ist der aktuelle Stand und bringt Stabilitäts- und SSH-Verbesserungen mit.

Funktionen, die im Alltag zählen

Terminal & Layout

Arbeite mit Tabs und verschachtelten Split-Panes, positioniere Tabs auf jeder Fensterseite und rufe bei Bedarf die Quake-Konsole per globalem Hotkey auf. Komfortfunktionen wie Bracketed Paste, Font-Ligaturen, Fortschritts-Erkennung und Benachrichtigungen runden das Erlebnis ab.

SSH-Client für Profis

Tabby bringt einen integrierten SSH2-Client mit X11- und Port-Forwarding, Jump-Hosts, Agent-Forwarding (inkl. Windows OpenSSH-Agent) und Login-Skripten. Deine Zugangsdaten landen in einem verschlüsselten Secrets-Container - ideal, wenn du häufig zwischen Umgebungen wechselst. Dateiübertragungen aus SSH-Sessions funktionieren direkt via Zmodem; ein dedizierter SFTP-Tab lässt sich per Plugin ergänzen.

Serielle & Telnet-Verbindungen

Für Embedded- oder Netzwerk-Hardware bietet Tabby eine serielle Konsole mit gespeicherten Verbindungen, Hex-Modus, automatischer Zeilenumwandlung und Auto-Reconnect. Auch Telnet und Raw-TCP-Sockets sind an Bord - praktisch für Diagnosen und Legacy-Setups.

Plugins, Themes & Feinschliff

Die Plugin-Architektur macht Tabby enorm flexibel: von docker (Container-Zugriff) über quick-cmds (Kommandos an mehrere Tabs), save-output (Terminal-Logs) bis sftp-tab (SFTP-Ansicht) ist alles dabei. Zudem gibt es dutzende Themes - von Gruvbox bis Catppuccin - und frei konfigurierbare, auch mehrstufige Shortcuts.

Windows, macOS & Linux - nahtlos

Unter Windows fühlst du dich dank Integration von PowerShell, WSL, Git-Bash, Cygwin, MSYS2 und CMD sofort zuhause. Auf dem Mac ersetzt Tabby Terminal.app oder iTerm, auf Linux fügt es sich sauber in die Desktop-Umgebung ein. So arbeitest du überall gleich - ohne Toolbruch.

Portable Nutzung

Du willst keine Installation? Lege neben der ausführbaren Datei einfach einen Ordner data an - damit läuft Tabby als portable App und behält seine Einstellungen sauber getrennt. Ideal für Admins, die viel zwischen Rechnern wechseln.

Warum du Tabby brauchst

Weil du Tempo und Ordnung willst. Statt fünf Tools zu öffnen, startest du Tabby, rufst gespeicherte Profile ab, splittest das Fenster, schiebst dich mit Shortcuts durch Sessions - fertig. Gerade in hektischen On-Call-Situationen oder beim Pairing mit Kolleginnen und Kollegen macht das den Unterschied.

Grenzen & ehrlicher Eindruck

Tabby ist kein Leichtgewicht - die Electron-Basis kostet RAM. Manche Funktionen (z. B. SFTP als eigener Tab) löst du über Plugins. Und nach größeren Updates können kleinere Ecken auftreten; der Maintainer reagiert erfahrungsgemäß zügig mit Fixes. Wenn du maximale Roh-Performance bei minimalem Footprint suchst, bleibt Alacritty eine Alternative - brauchst du aber das Rundum-Sorglos-Paket, punktet Tabby klar.

Fazit

Mein Urteil: Tabby bringt Ordnung in komplexe Terminal-Workflows, spart Klicks, und macht dich messbar schneller. Für Admins, DevOps, SREs und Maker eine klare Empfehlung - besonders, wenn du SSH, serielle Konsole und lokale Shells täglich nutzt. Die große Stärke ist die Kombination aus Funktionsbreite, Bedienkomfort und Erweiterbarkeit.

Häufig gestellte Fragen:

Ist Tabby wirklich kostenlos?

Ja. Tabby ist Open Source unter der MIT-Lizenz - privat und beruflich frei nutzbar.

Läuft Tabby auf Windows 11, macOS und Linux?

Ja, Tabby unterstützt alle drei Plattformen nativ und integriert sich sauber in deine Shell-Umgebung.

Unterstützt Tabby SFTP oder Dateiübertragungen?

Direkt in SSH-Sessions nutzt Tabby Zmodem; für eine eigene SFTP-Ansicht installierst du das sftp-tab -Plugin.

Wie schützt Tabby meine SSH-Schlüssel?

Deine Credentials landen in einem verschlüsselten Secrets-Container, den nur Tabby verwendet.

Gibt es eine portable Variante?

Ja, unter Windows wird Tabby durch einen data -Ordner neben der EXE portabel - ideal für USB-Sticks oder temporäre Admin-Workstations.