Syncthing
Syncthing ist eine schlanke, sichere und komplett kostenlose Lösung, um Dateien direkt zwischen deinen Geräten zu synchronisieren - ganz ohne Cloud-Zwang. Im Folgenden zeige ich dir, wie Syncthing funktioniert, wo die Stärken liegen, worauf du achten solltest und für wen sich das Tool besonders lohnt.
Vorteile
- Echte Peer-to-Peer-Synchronisation ohne zentrale Cloud
- Sicher durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Gerätefreigaben
- Leistungsfähig, flexibel, plattformübergreifend
Nachteile
- Erste Einrichtung und Begriffe können Einsteiger fordern
- Sync funktioniert nur, wenn mindestens ein Gegenpart online ist
- Mobile Nutzung je nach App-Quelle etwas umständlicher
Syncthing
Was ist Syncthing?
Syncthing ist ein Open-Source-Tool für kontinuierliche Dateisynchronisation. Deine Daten wandern nicht auf fremde Server, sondern fließen direkt zwischen deinen Geräten. Das macht dich unabhängig von Cloud-Anbietern, reduziert Kosten und gibt dir volle Kontrolle über Privatsphäre und Speicherort.
So funktioniert die Synchronisation
Nach der Installation erhält jedes Gerät eine eindeutige ID. Du koppelst Geräte bewusst miteinander, gibst gemeinsame Ordner frei und legst fest, was wohin synchronisiert wird. Syncthing erkennt Dateiänderungen, überträgt nur veränderte Blöcke und kann bei Bedarf komprimieren. Die Verbindung wird verschlüsselt aufgebaut, auf Wunsch über lokale Discovery im LAN oder weltweit über Vermittlungsserver - ohne dass Inhalte offengelegt werden.
Hauptfunktionen, die im Alltag wirklich zählen
- Ende-zu-Ende-Sicherheit: Geräte authentifizieren sich gegenseitig, Daten bleiben unter deiner Kontrolle.
- Feinsteuerung pro Ordner: Sende-, Empfangs- oder Sende-&-Empfangs-Modus, Pause/Resync, Bandbreitenlimit.
- Versionierung & Konfliktlösung: Vorherige Stände behalten, gelöschte Dateien in einen Sicherungsordner verschieben, Konflikte nachvollziehen.
- Ignore-Patterns: Mit .stignore steuerst du exakt, welche Dateien/Ordner außen vor bleiben.
- Blockbasierte Übertragung: Spart Zeit und Datenvolumen, besonders bei großen Dateien.
- Browser-GUI: Übersichtliche Oberfläche mit Status, Durchsatz, Ereignislog und detaillierten Optionen.
Neu in der 2er-Generation - warum das wichtig ist
Die aktuelle 2.x-Reihe bringt spürbare Modernisierung: eine neue SQLite-Datenbank für Robustheit und Wartbarkeit, überarbeitete Logging-Levels für bessere Diagnose und mehrere parallele Verbindungen zwischen v2-Geräten als Standard für mehr Durchsatz. Beim ersten Start kann eine Datenbankmigration etwas Zeit benötigen - gerade bei großen Setups. Außerdem wird kein "Default Folder" mehr automatisch angelegt, du entscheidest bewusst, was synchronisiert wird. Ergebnis: weniger Ballast, mehr Kontrolle, schnelleres Arbeiten.
Warum du Syncthing brauchst
Wenn du vollständige Datensouveränität willst, ist Syncthing schwer zu schlagen. Keine Abo-Kosten, kein Drittzugriff, kein Rate-Limit durch fremde Clouds. Ideal für kleine Teams, die intern Dateien spiegeln, für Selbstständige, die Projekte zwischen Desktop und Laptop aktuell halten, oder für Privatnutzer, die Fotos, Musik und Dokumente im Familiennetz teilen - ohne "mal eben" alles in die Cloud zu kippen.
Praxisbeispiel
Ich habe zuletzt ein Fotoarchiv mit rund 70 GB zwischen Workstation und Mini-PC abgeglichen. Einmal angestoßen, zog Syncthing blockweise durch, pausierte sauber bei Belastungsspitzen und setzte später fort. Kein "Upload-Fertig-warten-Download"-Zwang - einfach Geräte an, und der Abgleich läuft.
Tipps für den Einstieg
- Ordner klein anfangen: Erst einen Testordner teilen, danach Schritt für Schritt erweitern.
- Versionierung aktivieren: Für heikle Projekte eine Variante (z. B. "Staggered") wählen.
- Ignore-Dateien pflegen: Temporäres und Cache-Dateien ausschließen - hält den Sync schlank.
- Rollen klar trennen: "Send only" für Master-Daten, "Receive only" für reine Spiegelungen.
Leistung & Zuverlässigkeit
Syncthing ist auf Dauerbetrieb ausgelegt, verkraftet viele kleine Änderungen ebenso wie große Mediendateien und nutzt die verfügbare Bandbreite effizient. Weil es ohne zentrale Cloud arbeitet, hängt die Geschwindigkeit von deinen Geräten und deiner Verbindung ab - dafür bleiben die Daten zu 100% bei dir.
Grenzen und worauf du achten solltest
Ein Sync ist keine Voll-Backup-Strategie. Versionierung hilft, aber ein echtes Offsite-Backup ersetzt Syncthing nicht. Außerdem müssen zum Abgleich passende Geräte erreichbar sein. Für mobile Szenarien lohnt es sich, App-Quelle und Energie-/Hintergrundrechte im Blick zu behalten.
Für wen geeignet?
Für dich, wenn du Privatsphäre willst, flexibel bleiben möchtest und gern selbst die Zügel in der Hand hältst. Wenn du lieber "einloggen und vergessen" mit Outsourcing willst, ist eine klassische Cloud eventuell bequemer - kostet aber Kontrolle.
Häufig gestellte Fragen:
Ist Syncthing eine Cloud?
Nein. Es ist Peer-to-Peer. Deine Geräte sprechen direkt miteinander, optional über Relay, aber ohne, dass deine Dateien auf fremden Servern liegen.
Wie sicher ist Syncthing?
Sehr sicher: verschlüsselte Verbindungen, gegenseitige Gerätefreigabe und offene Codebasis. Du bestimmst, welche Geräte miteinander reden.
Ersetzt Syncthing ein Backup?
Nicht vollständig. Es synchronisiert. Für echte Ausfallsicherheit solltest du zusätzlich ein unabhängiges Backup einplanen.
Wie schnell ist die Übertragung?
So schnell wie deine Geräte und Leitungen es erlauben. Dank blockweiser Übertragung müssen nicht immer ganze Dateien neu gesendet werden.
Was ist neu in Version 2.x?
Neue SQLite-Datenbank, besseres Logging, mehrere Standardverbindungen pro Gerätepaar, kein automatisch angelegter Standardordner und eine einmalige Migration beim ersten Start.
Kann ich einzelne Ordner-Teile ausschließen?
Ja, über .stignore definierst du Muster, die Syncthing konsequent ignoriert - perfekt für Cache- oder temporäre Dateien.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
Syncthing
Lizenzart:
Open Source (MPL-2.0)
System:
Windows, macOS, Linux
Sprache:
Multi-language
Update:
21.01.2026
Latest Version:
2.0.13
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