RustDesk
RustDesk ist ein schnelles, quelloffenes Remote-Desktop-Tool, das dir echte Datenhoheit gibt: Du kannst es sofort nutzen oder deinen eigenen Server betreiben. Im Folgenden zeige ich dir, wie RustDesk funktioniert, welche Funktionen überzeugen - und wo die Grenzen liegen.
Vorteile
- Selbst-Hosting mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
- Sehr gute Performance und niedrige Latenz
- Breite Plattformunterstützung inkl. Mobile und Web
Nachteile
- Self-Hosting und Portfreigaben erfordern Netzwerk-Know-how
- Einige Komfortfeatures nur in der Pro-Variante
- Wayland/Unternehmensrichtlinien können Funktionen einschränken
RustDesk: Open-Source-Remote-Desktop mit voller Kontrolle
Wenn du Remote-Zugriff willst, ohne deine Daten einem Fremdanbieter zu überlassen, führt an RustDesk kaum ein Weg vorbei. Die Software ist schnell eingerichtet, läuft stabil auf allen wichtigen Plattformen und lässt sich auf Wunsch komplett selbst hosten - inklusive eigenem Rendezvous- und Relay-Server. Genau das macht RustDesk zur spannenden Alternative zu klassischen SaaS-Lösungen.
Was ist RustDesk und wie funktioniert es?
RustDesk ist ein Remote-Access- und Support-Tool für Bildschirmfreigabe, Steuerung, Dateiübertragung, Zwischenablage-Sync und Audio. Der Clou: Verbindungen werden standardmäßig Ende-zu-Ende gesichert. Du kannst die offiziellen Community-Server nutzen oder in Minuten einen eigenen Server aufsetzen. Technisch sprechen die Clients zunächst mit einem ID-/Signalisierungsserver (hbbs) und versuchen dann eine direkte Verbindung (NAT-Traversal). Klappt das nicht, übernimmt der Relay-Server (hbbr). So bekommst du stabile Sessions - auch hinter Firewalls.
Main Features, die im Alltag wirklich helfen
- Plattformvielfalt: Windows, macOS, Linux, Android, iOS und ein Web-Client.
- Dateiübertragung & Zwischenablage: Drag-&-Drop, Copy/Paste von Text und Dateien, Sitzungsnotizen, auf Wunsch mit Protokollierung.
- Leistung: Effiziente Codecs, adaptives Streaming, GPU-Unterstützung - spürbar niedrige Latenz selbst über schwächere Leitungen.
- Sicherheit: Public-Key-Architektur, optionale Schlüsselpflicht beim Self-Hosting, rollenbasierte Zugriffe in Pro-Umgebungen.
- Komfort: Adressbuch, Gerätegruppen, Ferndruck (Windows→Windows), Eingabesperre, Bildschirmfoto, Terminal und mehr.
Warum brauchst du es?
Weil du nicht jeden Support-Call zu einer Datenschutzdiskussion machen möchtest. Mit RustDesk behältst du Datenhoheit und Transparenz - ideal für IT-Support, Admin-Teams, Freelancer oder Firmen, die Compliance ernst nehmen. In meinem Support-Alltag war besonders hilfreich, wie schnell ich Geräte ins Adressbuch hole und wiederkehrende Verbindungen ohne Reibung starte.
Sicherheit in der Praxis
Entscheidend ist die Architektur: Du kannst eigene Schlüssel erzwingen und deine Server nur über die wirklich nötigen Ports erreichbar machen. Damit lassen sich Umgebungen aufbauen, die intern wie extern sauber getrennt und auditierbar sind. Für streng regulierte Bereiche empfiehlt sich die Pro-Konfiguration mit SSO/LDAP, 2FA, Rechteverwaltung und Log-Archivierung.
Installation & Self-Hosting
Der schnellste Weg ist ein Docker-Setup mit zwei Diensten: hbbs (ID/Signaling) und hbbr (Relay). Öffne die Kern-Ports gezielt in der Firewall, teste anschließend interne und externe Verbindungen und schreibe die Serveradressen in die Client-Konfiguration. Tipp aus der Praxis: Für Produktionsumgebungen ein Reverse-Proxy mit TLS, sauberes Logging und ein getrenntes Monitoring einplanen - dann bleibt die Umgebung wartbar.
Performance & Stabilität
In den Tests überzeugte RustDesk mit flüssigem Bild und direkter Eingabe. Selbst bei 1080p bleibt die Bedienung reaktionsschnell, solange Bandbreite und Latenz im grünen Bereich liegen. Bei exotischen Setups (z. B. Wayland-Multi-Monitor) waren früher gelegentlich Workarounds nötig - hier hat RustDesk in den letzten Versionen sichtbar nachgebessert.
Open Source vs. Pro: Was ist der Unterschied?
Die OSS-Variante deckt den Großteil der Use-Cases ab. Die Pro-Version richtet sich an Teams, die zentrale Verwaltung brauchen: Adressbuch, Rechte- und Gruppensteuerung, SSO/LDAP/OIDC, 2FA, Log-Management und mehrere Relays für Lastausgleich/Standorte. Du entscheidest: maximal schlank oder volle Enterprise-Schiene.
Für wen eignet sich RustDesk?
Für IT-Support, Admin-Teams, remote arbeitende Entwickler und Unternehmen mit Compliance-Anforderungen. Wenn du bereit bist, beim Self-Hosting ein wenig Netzwerkkompetenz einzubringen, bekommst du eine Lösung, die du wirklich kontrollierst.
Fazit
RustDesk ist die ehrliche Remote-Desktop-Lösung: schnell, sicher, flexibel - und ohne Vendor-Lock-in. Wer Datenhoheit und Performance will, liegt hier goldrichtig. Für Enterprise-Teams liefert die Pro-Variante genau die fehlenden Bausteine.
Häufig gestellte Fragen:
Ist RustDesk wirklich kostenlos?
Ja. Die Community-Edition ist Open Source (AGPL). Optional gibt es eine Pro-Variante mit zusätzlichen Verwaltungsfunktionen.
Wie sicher ist RustDesk?
Verbindungen sind Ende-zu-Ende abgesichert. Mit eigenem Server und verpflichtenden Schlüsseln hast du maximale Kontrolle über Datenfluss und Zugriff.
Brauche ich zwingend einen eigenen Server?
Nein, du kannst sofort starten. Für Datenschutz, Performance und Verfügbarkeit empfehle ich Self-Hosting - das ist in wenigen Schritten eingerichtet.
Unterstützt RustDesk Dateiübertragung, Audio und Ferndruck?
Ja. Dateiübertragung und Zwischenablage sind integriert, Audio-Weiterleitung ist möglich, Ferndruck derzeit primär für Windows-zu-Windows.
Was bietet die Pro-Version zusätzlich?
Adressbuch, Gruppen- und Rechteverwaltung, SSO/LDAP/OIDC, 2FA, zentrales Logging, mehrere Relays und eine Web-Konsole für Admins.
Ist RustDesk eine echte Alternative zu TeamViewer oder AnyDesk?
Ja, vor allem wenn dir Datenhoheit und Transparenz wichtig sind. In Sachen Performance und Funktionsumfang ist RustDesk konkurrenzfähig und wächst schnell weiter.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
RustDesk
Lizenzart:
Open Source (AGPL-3.0)
System:
Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Web
Sprache:
Multi-language
Update:
21.01.2026
Latest Version:
1.4.4
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