Abkehr vom Bing-Redirect: Native Speedtest und erweiterte Handy-Steuerung in Windows 11 Insider Build 26340.9767 (26H2)
Microsoft testet im Insider-Build 26340.9767 (26H2) von Windows 11 mehrere Neuerungen, die den täglichen Arbeitsablauf vereinfachen sollen. Ein vollständig in die Windows-Shell integrierter Speedtest eliminiert den bisherigen Bing-Redirect, und die Schnelleinstellungen erhalten eine native Mobilgeräte-Steuerung, die vor allem Android-Nutzer mit drei Kernfunktionen versorgt. Zusätzlich werden experimentelle Feature-Flags filterbar, der Explorer erhält verbesserte Ladeindikatoren und der Narrator erweitert seine Sprachausgabe um acht weitere Sprachen für mathematische Formeln.
Native Speedtest ohne Browser-Redirect
Bislang führte ein Klick auf die Speedtest-Kachel im Schnellmenü lediglich zu einer Bing-Suchseite im Standard-Browser. Das neue Build ermöglicht die Messung von Ping, Download- und Upload-Geschwindigkeit direkt im Flyout der Windows-Oberfläche.
Aufrufpfade für den integrierten Netzwerk-Speedtest
- Kachel "Geschwindigkeitstest" in den Schnelleinstellungen (Win + A)
- Untermenü der aktiven WLAN- bzw. Mobilfunkverbindung
- Rechtsklick auf das Netzwerksymbol im Infobereich der Taskleiste
Damit stehen dem Nutzer drei Einstiegspunkte zur Verfügung (Metric = 3, Jahr 2026, Quelle S1).
Technischer Mehrwert gegenüber dem Bing-Redirect
Der native Test reduziert den Programmwechsel, weil keine externe Browser-Instanz mehr geöffnet werden muss. Dies entspricht der im Why it matters -Abschnitt genannten Zielsetzung, Basisdiagnosen ohne Umwege auszuführen.
Erweiterte Handy-Steuerung in den Schnelleinstellungen
Die Kachel "Mobile Geräte" ergänzt die bisherige Smartphone-Link-App und bietet direkt in den Schnell-Einstellungen (Win + A) drei Kernaktionen für gekoppelte Android-Smartphones:
- "Nicht stören" aktivieren
- Klingelmodus auf Vibration umschalten
- Gerät per Tonsignal orten
iPhone-Nutzer erhalten aktuell nur Statusinformationen, da iOS-Systemrestriktionen weitergehende Steuerungen verhindern.
Plattformunterschiede im Detail
Android-Geräte profitieren von direktem Zugriff auf Akku-Informationen und den genannten Aktionen. Für iOS bleibt die Funktionalität auf reine Anzeigen beschränkt, sodass Nachrichten, Galerie-Synchronisation und App-Streaming weiterhin über die Smartphone-Link-App erfolgen müssen (Quelle S2).
Verwaltung experimenteller Funktionen via Feature-Flag-Filter
Im Einstellungsbereich des Windows-Insider-Programms wird ein Filter eingeführt, der experimentelle Feature-Flags nach ihrem Aktivierungsstatus (aktiviert/deaktiviert) sortiert. Dies erleichtert Power-Usern und IT-Administratoren die Nachvollziehbarkeit von A/B-Rollouts.
- Pfad: Einstellungen > Windows Insider-Programm (Metric = 1, Jahr 2026, Quelle S1)
Weitere Verbesserungen im Explorer und Narrator
Der Datei-Explorer zeigt nun deutlichere Ladeindikatoren, wenn auf langsame Netzwerkpfade zugegriffen wird. Zudem kann das Tastaturkürzel für die Bildschirmlupe künftig in den Einstellungen deaktiviert werden.
Der Narrator unterstützt mathematische Inhalte jetzt in acht zusätzlichen Sprachen, was die Barrierefreiheit für Nutzer mit entsprechenden Bedürfnissen verbessert (Metric = 8 Sprachen, Jahr 2026, Quelle S1).
Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen
Im Build 26340.9767 wurden kritische Explorer-Abstürze beim Login behoben und ein Bug korrigiert, der im Anmeldebildschirm falsche Passwortmeldungen ausgab. Diese Fixes tragen zu einem insgesamt stabileren System bei.
Neue Möglichkeiten in den Schnelleinstellungen
Die Kombination aus nativem Speedtest und mobiler Gerätesteuerung eröffnet einen schnellen Zugang zu Netzwerk-Diagnosen und Smartphone-Aktionen - alles ohne das Öffnen von Browsern oder separaten Anwendungen.
Der integrierte Geschwindigkeitstest stellt eine spürbare Verbesserung gegenüber früheren Vorabversionen dar. Während Windows 11 entsprechende Anfragen bislang häufig als reinen Verweis auf eine Bing-Suchseite im Standardbrowser ausführte, läuft die Messung laut den offiziellen Veröffentlichungsnotizen (Microsoft Learn, 2026) nun vollständig innerhalb der Windows-Oberfläche ab. Anwender können den Test flexibel über drei Wege anstoßen: über die Schnelleinstellungen, das Verbindungs-Flyout für WLAN beziehungsweise Mobilfunk oder über das Kontextmenü des Netzwerksymbols in der Taskleiste. Neben den Download- und Upload-Raten wird dabei auch die Latenz (Ping) direkt erfasst.
Auch die Anbindung mobiler Begleitgeräte wird feinteiliger abgestuft: Microsoft betont, dass die Kachel 'Mobile Geräte' in den Schnelleinstellungen vor allem alltägliche Handgriffe beschleunigen soll (Giret, 2026). Nutzer mit gekoppeltem Android-Smartphone können dadurch vor Besprechungen mit einem Klick das Profil 'Nicht stören' setzen, den Klingelton auf Vibration umstellen oder ein verlegtes Telefon über ein akustisches Signal lokalisieren. iPhone-Besitzer müssen sich aufgrund restriktiverer Schnittstellen im iOS-Ökosystem vorerst mit grundlegenden Statusanzeigen begnügen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie wird der neue native Speedtest in Windows 11 genau aufgerufen?
Der Test lässt sich auf drei Wegen anstoßen: über die dedizierte Kachel 'Geschwindigkeitstest' in den Schnelleinstellungen (Win + A), direkt im Untermenü der aktiven WLAN-/Mobilfunkverbindung oder per Rechtsklick auf das Netzwerksymbol im Infobereich der Taskleiste (Quelle S1).
Ersetzt die neue Schnellsteuerung die 'Smartphone-Link'-Anwendung?
Nein. Die Funktion fungiert als reines Schnellzugriffs-Panel für Routineaufgaben wie das Stummschalten oder Orten via Klingelton. Für Zugriff auf Nachrichten, Galerie-Synchronisation und App-Streaming bleibt Smartphone-Link zwingend erforderlich (Laurent Giret / Thurrott, 2026).
Fazit
Der Insider-Build 26340.9767 bringt mit dem nativen Speedtest und der erweiterten Handy-Steuerung in den Schnelleinstellungen echte Usability-Verbesserungen. Nutzer profitieren von reduzierten Programmwechseln, schnellerer Fehlerdiagnose und unmittelbarem Zugriff auf häufig genutzte Smartphone-Aktionen. Ergänzt wird das Paket durch experimentelle Feature-Flag-Filter, optimierte Explorer-Ladeindikatoren und erweiterte Narrator-Sprachen. Trotz kontrollierter A/B-Rollouts, die eine sofortige Verfügbarkeit für alle Tester nicht garantieren, stellt das Update einen klaren Schritt hin zu einer stärker integrierten und barrierefreieren Windows-Erfahrung dar.
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