Stellarium

Stellarium

Erlebe den Sternenhimmel hautnah mit Stellarium.

Stellarium ist ein kostenloses, quelloffenes Planetariumsprogramm, das den Sternenhimmel so realistisch auf deinen Bildschirm holt, dass du vergisst, in einem Wohnzimmer zu sitzen. In dieser Review zeige ich dir, was Stellarium leistet, für wen es sich wirklich lohnt und wie du das Maximum aus den Funktionen herausholst.

Vorteile

  • Fotorealistischer Himmel mit riesigen Stern- und Deep-Sky-Katalogen
  • Leistungsstarke Tools wie AstroCalc, Beobachtungslisten und Teleskopsteuerung
  • Kostenlos, erweiterbar durch Plugins und vielseitig anpassbar

Nachteile

  • Braucht eine OpenGL-fähige Grafikkarte; alte PCs können zicken
  • Profi-Features mit Lernkurve
  • Zusatzkataloge groß und netzlastig

Stellarium

Du startest Stellarium, wählst deinen Standort - und zack: Vor dir spannt sich ein lebendiger Nachthimmel auf, mit glühender Milchstraße, Planeten, Deep-Sky-Objekten und Sternbildern aus unterschiedlichsten Kulturkreisen. Genau so fühlt sich die Software an: unmittelbar, nah dran, mit einem Hauch von Fernweh. Ich habe damit schon ganze Abende geplant - vom schnellen Blick auf die ISS-Bahn bis zur detailgenauen Session für die nächste Astrofoto-Nacht.

Was macht Stellarium besonders?

Stellarium simuliert den Himmel in Echtzeit mit präziser Astronomie-Engine. Du steuerst Datum, Uhrzeit und Beobachtungsort, blendest Gitter, Sternbildlinien, Atmosphäreneffekte und Lichtverschmutzung ein oder aus und zoomst nahtlos von Weitwinkel in Galaxien und Nebel. Die Datenbasis ist gewaltig: moderne Sternkataloge (inklusive Gaia DR3 für hunderte Millionen Sterne) und umfangreiche Deep-Sky-Listen machen die Suche nach Objekten verblüffend einfach. Das Ganze ist quelloffen - du passt vieles an und erweiterst es mit Plugins.

Hauptfunktionen

  • Realistische Darstellung: Atmosphäre, Dämmerung, Milchstraße, Sternbilder (viele Sky Cultures), Fototexturen von Planeten und Monden.
  • Objektdaten ohne Ende: Sterne, Messier/NGC, Veränderliche (inkl. moderner Kataloge), Kometen, Asteroiden, Satelliten - auf Wunsch mit laufenden Aktualisierungen.
  • AstroCalc & Planung: Auf- und Untergänge, Transite, Sichtbarkeitsfenster, Ephemeriden, Okultationen, FOV-Simulator (Oculars) für Kamera/Teleskop.
  • Teleskopsteuerung: GoTo aus der Software, Sync mit Montierung, praktische Beobachtungslisten für die Nacht.
  • Scripting & Automatisierung: Abläufe aufzeichnen, Zeitraffer, Lehr-Demos - ideal für Vereinsabende und Unterricht.
  • Plugins & Neuerungen: Tools für Mosaikplanung, individuelle Nebeltexturen, Sky-Culture-Editor und viele Verbesserungen in AstroCalc.

Bedienung und Workflow

Die Steuerung ist schnell gelernt: mit der Maus frei navigieren, per Suchfeld Objekte finden, mit Shortcuts Ebenen ein- und ausblenden. Mein typischer Ablauf: Standort setzen, Zielobjekte in einer Beobachtungsliste sammeln, im AstroCalc die beste Zeit ermitteln, dann per Oculars prüfen, wie das Objekt mit meiner Kamera/Optik wirkt - und ab damit in die Nacht.

Leistung, Stabilität und Systemanforderungen

Wichtig ist eine Grafikkarte mit OpenGL 2.1 (empfohlen 3.3), mindestens 512 MB RAM und rund 600 MB Festplatte - komfortabler sind 64-Bit-Systeme, 1+ GB RAM und mehr Platz für Extrakataloge. Auf Windows 10/11, macOS und modernen Linux-Distributionen läuft Stellarium rund; bei alten Treibern oder schwacher iGPU kann es ruckeln. Tipp aus der Praxis: Falls der Start hakt, Grafikkartentreiber aktualisieren, den Low-Graphics-Mode testen oder auf ein alternatives Build (Qt-Variante) wechseln.

Für wen lohnt sich Stellarium?

Einsteiger entdecken Sternbilder ohne Hürde, Hobby-Astrofotografen planen Sessions mit wenigen Klicks, Lehrkräfte zeigen Himmelsmechanik anschaulich, und Vereine/Planetarien nutzen die Scripting-Fähigkeiten für Vorführungen. Kurz: Wenn dich der Himmel reizt, ist Stellarium das zuverlässige Schweizer Taschenmesser am Rechner.

Tipps, die dir Zeit sparen

  • Beobachtungslisten für die Saison anlegen und teilen.
  • Sky Cultures wechseln - motiviert Kids und Einsteiger.
  • Nachtmodus aktivieren, damit deine Dunkeladaption erhalten bleibt.
  • Extrakataloge gezielt laden: erst deine Objekte, dann der Rest - spart Platz und Bandbreite.

Alternativen und Ergänzungen

Es gibt eine leichtgewichtige Web-Variante fürs schnelle Nachschlagen und mobile Apps für unterwegs. Für Deep-Sky-Planung und Fotografie spielt Stellarium dank Mosaik- und FOV-Werkzeugen vorne mit - gerade in Kombination mit deiner Aufnahmesoftware.

Fazit

Stellarium wirkt wie ein Blick durchs Fenster ins All - nur flexibler. Die Mischung aus präziser Simulation, riesigen Katalogen und Planungstools überzeugt im Alltag. Wer eine OpenGL-fähige Grafikkarte hat und bereit ist, ein paar Shortcuts zu lernen, bekommt ein Top-Werkzeug, das professionelle Ergebnisse möglich macht - ohne einen Cent zu zahlen.

Häufig gestellte Fragen:

Ist Stellarium wirklich kostenlos?

Ja. Es ist Open Source und für private wie Bildungszwecke frei nutzbar.

Läuft Stellarium auf meinem System?

Unterstützt werden Windows, macOS und Linux. Empfohlen sind 64-Bit-Systeme mit moderner OpenGL-Grafik.

Wie aktuell sind die Stern- und Deep-Sky-Daten?

Die Software nutzt moderne Kataloge (u. a. Gaia-Daten) und kann Objekte wie Kometen und Satelliten laufend aktualisieren.

Kann ich mein Teleskop direkt steuern?

Ja, über die Teleskop-Plugin-Schnittstelle kannst du GoTo-Funktionen nutzen und Ziele synchronisieren.

Brauche ich Internet?

Für die Grundfunktionen nicht. Für Online-Updates von Katalogen und Satellitenbahnen ist eine Verbindung sinnvoll.

Was tun bei Startproblemen oder schwarzem Fenster?

Grafiktreiber aktualisieren, Low-Graphics-Mode aktivieren oder eine alternative Build-Variante testen. Oft sind inkompatible Treiber die Ursache.

Gibt es mobile oder Web-Versionen?

Ja, es existieren mobile Apps sowie eine Web-Variante zum schnellen Nachschlagen - praktisch für unterwegs oder den Unterricht.