Sandboxie Classic
Sandboxie Classic kapselt riskante Programme in eine sichere Box ein, damit dein echtes Windows sauber bleibt. Wenn du Dateien testen, Browser härten oder dubiose Installer prüfen willst, bekommst du hier ein schlankes, schnelles und ernsthaft nützliches Tool - und gleich erfährst du, wie es funktioniert, wo es glänzt und worauf du achten solltest.
Vorteile
- Keine VM-Last: nahezu native Performance
- Feingranulare Kontrolle über Dateisystem, Registry und Internetzugriff
- Kostenlos und quelloffen mit aktiver Weiterentwicklung des Kerns
Nachteile
- Windows-Store-Apps nicht unterstützt; einzelne Spiele/Anti-Cheat und Treiber zicken
- Classic-UI im Wartungsmodus, neue Komfortfunktionen primär in Plus
- Einarbeitung nötig: Regeln, Boxen und Templates verstehen
Sandboxie Classic
Sandboxie Classic isoliert Anwendungen in einer kontrollierten Umgebung, damit Änderungen nur innerhalb der Sandbox entstehen. Dein System bleibt unberührt: Installationen, Downloads oder Registry-Einträge landen sauber getrennt in einer Box, die du mit einem Klick leeren kannst. Für mich ist das der schnellste Weg, um "mal eben" eine unbekannte .exe zu prüfen - ohne VM-Ballast.
Was macht Sandboxie Classic besonders?
- OS-Level-Isolation: Kein vollständiger virtueller PC, sondern schlaues Abfangen von Systemaufrufen.
- Feine Regeln: Erlaube oder blockiere Internet, Start/Run, Dateipfade, Registry-Schlüssel.
- Recovery-Workflows: Quick/Immediate Recovery holt wichtige Dateien aus der Box heraus.
- Automatisierung: "Forced Folders/Programs" schicken z.B. alles aus Downloads automatisch in eine Box.
Wie funktioniert die Isolation?
Unter der Haube arbeiten SbieDrv (Kernel-Treiber), SbieSvc und SbieDll zusammen. Systemaufrufe werden umgeleitet, Schreibzugriffe landen im Sandbox-Verzeichnis, Registry -Änderungen in einem separaten Hive. Durch Token-Restriktionen und Hooking wird verhindert, dass Prozesse ausbrechen. Ergebnis: Du testest frei - und entfernst Spuren zuverlässig, indem du die Box leerst.
Typische Einsatzszenarien
- Browser hart machen: Surfen, Banking, Downloads in einer "Web"-Box mit gesperrtem Schreibzugriff auf sensible Ordner.
- Installer/Updater prüfen: Setup starten, Verhalten beobachten, Box leeren - fertig.
- E-Mail-Anhänge: Office-/PDF-Viewer sandboxed öffnen und Internetzugriff blockieren.
- Portable Tools: Mehrere Versionen parallel testen, ohne dein System zu verkonfigurieren.
Plus vs. Classic im Kurzcheck
Classic und Plus teilen sich den Kern. Classic setzt auf die bewährte, schlanke Oberfläche, die im Wesentlichen gepflegt wird, während neue UI-Features meist im Plus-Frontend landen. Wenn du Purismus, Geschwindigkeit und Open-Source liebst, passt Classic; willst du modernere Bedienung und Extras, schau dir Plus an.
Performance & Kompatibilität
Weil keine komplette VM läuft, ist der Overhead minimal - genau das macht Sandboxie im Alltag so angenehm. Beachte aber: Windows-Store-Apps werden nicht unterstützt; manche Anti-Cheat-Treiber oder Hardening-Tools können zicken. Offiziell liegt der Fokus auf Windows 7/8.1/10/11 (64-Bit empfohlen); Windows-Server funktioniert oft, ist aber nicht primär adressiert. Die Oberfläche und die Sprachpakete sind breit verfügbar (u.a. Deutsch/Englisch).
Praxistipp: Meine schnelle, sichere Testumgebung
Lege dir zwei Boxen an: "Web" (Browser erlaubt, Downloads-Ordner forced, Internet nur für Browser) und "Test" (Internet komplett blockiert, strikte Start/Run-Whitelist). Wenn du eine Datei behalten willst, nutze Immediate Recovery. Wenn nicht, Box leeren - als hätte es den Test nie gegeben. So habe ich schon unzählige Tools gefahrlos gecheckt.
Installation & Einrichtung
- Installer mit Admin-Rechten ausführen, damit der Treiber korrekt eingebunden wird.
- Box anlegen, Downloads-Ordner als Forced Folder setzen.
- Unter Restrictions: Internetzugriff gezielt erlauben/blockieren, Start/Run Access definieren.
- Nach Tests: Box-Inhalt löschen oder einzelne Dateien via Recovery übernehmen.
Systemvoraussetzungen
- Windows 7/8.1/10/11 (64-Bit empfohlen)
- Keine Unterstützung für macOS/Linux und keine Modern/Store-Apps
- Keine besonderen Hardware-Anforderungen; sehr geringe Last
Alternativen
Windows Sandbox (Pro/Enterprise) bringt eine komplette, flüchtige VM - stärker isoliert, aber spürbar schwerer und weniger flexibel. Für schnelle Alltagstests ist Sandboxie oft die agilere Wahl.
Fazit
Klare Empfehlung für Power-User, Admins und Neugierige: Sandboxie Classic ist leichtgewichtig, präzise und vertrauenswürdig. Wenn du Kontrolle magst statt Blackbox-Magie, wirst du es lieben. Und ja - es spart dir Zeit, Nerven und im Zweifel eine Windows-Neuinstallation.
Häufig gestellte Fragen:
Ist Sandboxie Classic kostenlos?
Ja, die Classic-Variante ist Open Source (GPLv3) und kostenlos nutzbar.
Funktioniert Sandboxie Classic auf Windows 11?
Ja, Windows 11 (64-Bit) wird unterstützt; Modern/Store-Apps sind ausgenommen.
Worin unterscheidet sich Classic von Plus?
Gleicher Kern, aber Plus liefert die moderne Oberfläche und zusätzliche Komfort-Features; Classic bleibt schlank und fokussiert.
Beeinflusst die Sandbox die Performance stark?
Kaum - da keine VM läuft, arbeiten Programme nahezu mit nativer Geschwindigkeit.
Was mache ich, wenn der Treiber nicht startet?
Installer erneut mit Admin-Rechten ausführen und Sicherheitssoftware prüfen; anschließend System neu starten und die Box testen.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
Sandboxie Classic
Lizenzart:
Open Source (GPLv3)
System:
Windows
Sprache:
Multi-language
Update:
21.01.2026
Latest Version:
5.71.9
Die neusten Downloads
Neuigkeiten & Trends
- ClickFix-Kampagne: Amatera-Infostealer über gefälschte CAPTCHA und missbrauchte Microsoft App-V-Skripte
- Hohe Verbreitung von Windows 10 in deutschen Privathaushalten: Zahlen, Support-Ende und Sicherheitsrisiken bis 2026
- Microsoft Purview Data Security Investigations (KI-gestützte Analyse und präventive Risikoerkennung)