R-Studio

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R-Studio rettet deine Daten in kritischen Situationen effizient und zuverlässig.

R-Studio ist eine professionelle Datenrettungssuite für anspruchsvolle Fälle - von versehentlich gelöschten Dateien bis hin zu komplexen RAID-Schäden. Wenn es brenzlig wird, spielt das Tool seine Stärken aus. In dieser Review zeige ich dir klar und praxisnah, was R-Studio kann, wo es glänzt und worauf du bei der Nutzung achten solltest.

Vorteile

  • Breite Dateisystem- und RAID-Unterstützung mit Auto-Erkennung
  • Leistungsstarke Imaging- und Vorschau-Workflows
  • Notfall- und Remote-Recovery (Emergency, Agent)

Nachteile

  • Anspruchsvolle Bedienung mit spürbarer Lernkurve
  • Kommerzielles Lizenzmodell, Extras kosten Aufpreis
  • Demo-Version beschränkt Wiederherstellung auf 1 MB

Überblick

R-Studio ist eine der vollständigsten Lösungen für Datenrettung am Markt - gebaut für Situationen, in denen einfache Undelete-Tools scheitern. Die aktuelle Windows-Version lautet 9.5 build 191671 (Release: 23. Dezember 2025). Die kostenlose Demo zeigt dir die Trefferqualität, beschränkt die Wiederherstellung aber auf 1 MB - die Vollversion schaltest du per Lizenzschlüssel frei.

Unterstützte Systeme & Dateisysteme

R-Studio läuft auf Windows, macOS (inkl. Apple Silicon M1-M4) und Linux - ideal, wenn du mit gemischten Umgebungen oder mehreren Plattformen arbeitest.

Bei den Dateisystemen deckt R-Studio alles Wichtige ab: APFS/HFS+ für Mac, NTFS (inklusive Deduplizierung) und ReFS für Windows, ext2/3/4 und XFS für Linux sowie exFAT/FAT; zusätzlich kannst du über den Raw-Scan bekannte Dateitypen auch auf stark beschädigten Datenträgern wiederfinden. Neuere ReFS-Varianten (bis 3.10) sowie weitere Details werden unterstützt.

RAID & Virtualisierung

Eine echte Bank ist die RAID-Engine: R-Studio rekonstruiert Standard-RAIDs (0/1/4/5/6), verschachtelte Level und erkennt bei RAID-5/6 die Parameter automatisch. Das spart Zeit, wenn Metadaten unvollständig sind. Virtuelle Objekte lassen sich verbinden; gängige Image-Formate wie VHD/VHDX/VDI werden geladen, in höheren Lizenzen auch erzeugt.

Praxis: So rettest du Daten mit Plan

Mein Ablauf, der sich zigfach bewährt hat: Datenträger zuerst schreibgeschützt einbinden, optional ein Image ziehen, dann den intelligenten Scan starten. Über die Vorschau prüfst du die Dateiinhalte, bevor du sie wirklich kopierst - so minimierst du Risiko und Zeitdruck. Bei zickigen NVMe- oder USB-Medien helfen Multi-Pass- und Runtime-Imaging, weil wichtige Bereiche priorisiert werden.

Notfall- und Remote-Szenarien

Startet das System nicht mehr, bootest du mit R-Studio Emergency (GUI oder TUI) und rettest im Live-Modus - ohne das installierte OS anzufassen. Für Workstations und Server im Netz gibt es R-Studio Agent, mit dem du Recovery auch remote sauber und nachvollziehbar durchziehst.

Sicherheit & Verschlüsselung

Verschlüsselte Laufwerke? R-Studio kann BitLocker -Volumes über Passwort, Wiederherstellungsschlüssel oder .bek-Datei entschlüsseln; in Technician/T80+ stehen zusätzlich FVEK/VMK-Workflows bereit - wichtig für Admins und Forensiker.

Wo R-Studio glänzt

  • Komplexe Fälle nach Schnellformatierung, beschädigten Partitionstabellen oder gelöschten Volumes
  • RAID-Rekonstruktion mit unbekannten Parametern
  • Forensische Arbeit mit Berichten und Imaging-Strategien

Der Workflow ist klar: erst Image, dann Vorschau, anschließend Recovery - möglichst read-only. Das klingt streng, zahlt sich aber aus, wenn die Daten geschäftskritisch sind.

Grenzen & Lernkurve

R-Studio ist kein Ein-Klick-Zauberstab. Die Oberfläche ist technisch, Begriffe wie Parity-Delay, LDM/LVM oder MFT-Records wollen verstanden werden. Wer nur selten rettet, braucht Einarbeitung - die Demo hilft, bevor du Geld in die Hand nimmst.

Preismodell & Lizenzen

R-Studio ist kommerziell und wird in Editionen wie Standalone, Network und Technician angeboten. Für projektweise Einsätze gibt es T80+: volle Techniker-Funktionalität für einen begrenzten Zeitraum - ohne Funktionslimit, ideal für gelegentliche Profi-Fälle.

Fazit

Wenn's ernst wird - APFS, ReFS, BitLocker, RAID - liefert R-Studio die nötige Tiefe und Stabilität. Nicht das einfachste und nicht das günstigste Tool, aber eines der verlässlichsten. Für ambitionierte Power-User und Profis meine klare Empfehlung.

Häufig gestellte Fragen:

Ist die Demo wirklich aussagekräftig?

Ja. Du kannst Dateien größer als 1 MB in der Vorschau prüfen und damit vorab einschätzen, ob sich die Vollversion lohnt; die Wiederherstellung selbst ist in der Demo auf 1 MB limitiert.

Unterstützt R-Studio Apple-Silicon-Macs?

Ja, R-Studio für Mac unterstützt M1 bis M4 sowie aktuelle macOS-Versionen.

Kann ich verschlüsselte Laufwerke retten?

Ja. Mit den richtigen Schlüsseln/Passwörtern kann R-Studio BitLocker-Volumes entschlüsseln; erweiterte Verfahren gibt es in den Technician-Lizenzen.

Was mache ich, wenn mein PC nicht mehr bootet?

Mit R-Studio Emergency per USB/CD starten und im Live-Modus retten - so vermeidest du zusätzliche Schreibzugriffe auf das defekte System.