GIMP

GIMP


Leistungsstarke Bildbearbeitung ohne Abo, flexibel erweiterbar und plattformübergreifend.

GIMP ist seit Jahren mein Geheimtipp, wenn es um ernsthafte Bildbearbeitung ohne Preisschild geht. Mit Version 3 fühlt sich die Software moderner an, reagiert schneller und bringt Features mit, die du sonst aus teuren Suites kennst. In dieser Review zeige ich dir, was GIMP heute wirklich kann, wo es glänzt und wo du Kompromisse einplanen solltest.

Vorteile

  • Nicht-destruktive Filter und präzise Ebenen-Workflows
  • Große Format- und Plugin-Unterstützung inklusive besserem PSD-Export
  • Kostenlos, Open Source, läuft auf Windows, macOS und Linux

Nachteile

  • Steile Lernkurve für komplette Einsteiger
  • Oberfläche wirkt teils überladen und uneinheitlich
  • CMYK-Druckvorstufe nur über Plugins oder Workarounds

GIMP – starke Bildbearbeitung ohne Preisschild

Wenn du ein Foto öffnest und sofort mit Ebenen, Masken, Pinseln und Farbkorrekturen loslegen willst, liefert dir GIMP genau das – ohne Abo, ohne Limit. Die Version 3.0.6 baut auf dem großen 3.0‑Sprung auf: moderneres Interface auf Basis von GTK3, bessere Performance und vor allem: nicht-destruktive Filter für viele Alltagsaufgaben. Heißt für dich: Du korrigierst später noch einmal nach, ohne das Original zu zerstören.

Was ist GIMP – und wofür brauchst du es?

GIMP ist ein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm für Fotoretusche, Compositings, Webgrafiken und schnelle Content-Produktionen. Es unterstützt Ebenen, Ebenengruppen, Masken, Pfade, Text- und Vektorformen sowie eine breite Palette an Filtern und Effekten. RAW-Dateien bindest du über externe Konverter und Plugins in deinen Workflow ein – beispielsweise um Belichtung, Weißabgleich und Rauschen vor der Feinretusche sauber zu kontrollieren.

Die Highlights von GIMP 3

  • Nicht-destruktive Bearbeitung: Viele Filter lassen sich als justierbare Schritte speichern. Du drehst an Reglern und siehst die Wirkung in Echtzeit – ohne Kopien deiner Ebene wie früher.
  • Kompatibilität: Verbesserter PSD-Export und mehr Dateiformate (u. a. moderne Texturformate) erleichtern den Austausch zwischen Tools.
  • Smarter Arbeiten: Ebenen können sich automatisch vergrößern, wenn du mal großzügiger malst; mehrere Objekte lassen sich gleichzeitig auswählen und transformieren.
  • Feineres UI: Überarbeitete Slider, klarere Themes und besseres Verhalten mit Grafiktabletts machen den Alltag entspannter.

So fühlt sich der Workflow an

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein überbelichtetes Urlaubsfoto rettest du in GIMP in drei Schritten. Zuerst Tonwerte und Gradationskurve als nicht-destruktive Schritte, dann eine Maske auf die Problemstellen, zum Schluss ein dezentes Color-to-Alpha, um ausgefressene Highlights eleganter einzubetten. Der Clou: Änderst du später die Kurve, bleibt alles konsistent.

Werkzeuge, die du täglich nutzt

  • Retusche: Bereichsreparatur, Klonen, inhaltsbasiertes Füllen via Plugins.
  • Farbe & Licht: Weißabgleich, HSL, selektive Farbkorrektur, Schatten/Lichter, LUT-Unterstützung.
  • Schärfe & Rauschreduktion: Klassische Filter und moderne GEGL‑Operatoren – auf Wunsch mit GPU‑beschleunigten Routinen für einzelne Effekte.
  • Text & Gestaltung: Stile wie Kontur, Schatten, Glühen bleiben editierbar.

Formate & Austausch

PNG, JPEG, TIFF, WebP, HEIF/AVIF, OpenEXR, GIF, PSD und viele mehr: GIMP öffnet und exportiert eine große Bandbreite – ideal, wenn du zwischen Tools pendelst. Für Spiele- und 3D-Texturen sind moderne Formate an Bord, was Pipeline-Wechsel deutlich glättet.

Performance & Stabilität

Die 3.x‑Reihe bringt spürbar stabilere Filterketten und feinere Steuerung beim Arbeiten mit großen Bildern. Einzelne Operationen nutzen OpenCL, und die Engine GEGL wurde für typische Pain Points optimiert. Kurz: weniger Ruckler, schnelleres Feedback.

Tablets, Shortcuts, Feinschliff

GIMP versteht sich mit gängigen Grafiktabletts (Windows Ink, macOS, Linux) und bietet drucksensitive Pinselspitzen. Viele Panels lassen sich andocken; eigene Workspaces speichern dir Zeit, wenn du zwischen Retusche und Layout wechselst.

Erweiterungen & Community

Die Plugin-Landschaft ist riesig: Von KI‑gestützter Entrauschung über Stapelverarbeitung bis zu Exportpipelines ist vieles nur einen Installationsschritt entfernt. Weil GIMP Open Source ist, bleibt dein Workflow transparent – keine Telemetrie, keine Zwangslogins.

Für wen eignet sich GIMP?

Für Creator, Fotografen, Studierende, Vereine und Teams, die Budget sparen und trotzdem professionell arbeiten wollen. Wenn dir volle CMYK-Druckvorstufe wichtig ist, planst du Plugins oder einen zusätzlichen Schritt in der Pipeline ein. Für Social Posts, Thumbnails, Banner, Mockups und Fotokorrekturen ist GIMP ein No‑Brainer.

Systeme, Sprachen, Praxis

GIMP läuft auf Windows, macOS und Linux – inklusive moderner x86‑64‑ und ARM‑Varianten. Die Oberfläche ist mehrsprachig; Tastaturkürzel kannst du frei mappen, damit sich GIMP wie dein bisheriges Tool anfühlt.

Mein Fazit

GIMP 3.0.6 ist die Version, auf die viele gewartet haben: Mehr Tempo, mehr Kontrolle, weniger Frust. Es ist nicht in jedem Detail poliert wie manche Abo‑Suite, aber der Gegenwert ist absurd gut. Wenn du bereit bist, dir den Workflow einmal sauber einzurichten, bekommst du ein ernsthaftes Profi‑Werkzeug – gratis.

Häufig gestellte Fragen:

Ist GIMP wirklich eine Alternative zu Photoshop?

Für Fotoretusche, Compositings, Webgrafiken und viele Alltagsjobs: Ja. Spezielle Print-Workflows mit CMYK und Sonderfarben erfordern teils Plugins oder externe Tools.

Gibt es RAW-Unterstützung?

Ja, per Anbindung an RAW-Konverter wie Darktable oder RawTherapee. Damit entwickelst du die RAWs vor und erledigst Feinarbeiten anschließend in GIMP.

Läuft GIMP auf Apple Silicon und Windows on ARM?

Ja, GIMP bietet native Pakete für Apple Chips und unterstützt auch Windows auf ARM – praktisch, wenn du auf energieeffizienten Geräten arbeitest.

Kann ich meinen Photoshop-Workflow migrieren?

Vieles geht: Shortcuts lassen sich anpassen, PSDs werden besser unterstützt, und typische Tools wie Pinsel, Ebenen, Masken funktionieren sehr ähnlich.