Deep Freeze Standard

Deep Freeze Standard

Kategorien

Setze deinen PC nach jedem Neustart sauber zurück – schnell, planbar und kompromisslos.

Du möchtest PCs absichern, ohne jeden Tag Chaos aufzuräumen? Deep Freeze Standard friert dein Wunsch-Setup ein und stellt es bei jedem Neustart wieder her. Im Folgenden zeige ich dir, wie das funktioniert, für wen es sich lohnt und worauf du bei Einrichtung und Betrieb achten solltest.

Vorteile

  • 100% Wiederherstellung des Systemzustands per Neustart
  • ThawSpaces für persistente Daten und flexible Ausnahmen
  • Sehr robust gegen Fehlkonfigurationen und Malware

Nachteile

  • Keine zentrale Fernverwaltung (dafür Enterprise/Cloud)
  • Manuelle Updates und Wartungsfenster nötig
  • Kommerziell, keine dauerhafte Gratis-Version

Deep Freeze Standard

Was ist Deep Freeze Standard?

Deep Freeze Standard ist ein Reboot-to-Restore-Tool: Du frierst dein System in einem sauberen Zustand ein, Nutzer dürfen trotzdem alles ausprobieren – und mit dem nächsten Neustart ist wieder Ordnung. Ideal für Schulen, Kiosk-PCs, Bibliotheken, Maker-Spaces oder geteilte Familienrechner.

So funktioniert es

Anstatt Dateien wirklich zu ändern, werden Schreibvorgänge in eine Art Zuweisungstabelle umgeleitet. Beim Neustart verwirft Deep Freeze diese Umleitungen und stellt das System auf den exakt definierten Zustand zurück – bis auf das letzte Byte. Das reduziert Fehlersuche dramatisch und macht selbst hartnäckige Veränderungen rückgängig.

Hauptfunktionen im Überblick

  • 100% Wiederherstellung nach jedem Neustart – unabhängig davon, ob die Ursache Benutzereingriffe, fehlerhafte Treiber oder Malware war.
  • ThawSpaces als virtuelle Datenträger für dauerhaftes Speichern von Dateien oder Programmen; selektives Einfrieren/„Thawen“ von Laufwerken.
  • MBR-Schutz gegen Manipulationen im Master Boot Record.
  • Mehrsprachige UI (u. a. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch, Vereinfachtes Chinesisch).

Kompatibilität & Systemanforderungen

Deep Freeze Standard unterstützt Windows 7, 8.1, 10 (bis 22H2) und 11 (bis 23H2). Empfohlen werden 10% freier Festplattenspeicher; die Hardwareanforderungen entsprechen dem jeweiligen Windows-Setup.

Version, Releasestand & Lizenz

Die aktuell gelistete Version von Deep Freeze Standard ist 9.0.020.5760 (Release: 26. Juni 2024). Lizenziert wird pro Workstation; zum Testen gibt es eine zeitlich begrenzte Evaluation, danach ist ein gültiger Lizenzschlüssel nötig.

Einrichtung in der Praxis

In der Regel gehst du so vor: Windows frisch einrichten, Treiber und Anwendungen installieren, gewünschte Richtlinien setzen – dann Deep Freeze installieren und den Status einfrieren. Für Dateien, die dauerhaft bleiben sollen (z. B. Kursmaterial, Kassenexporte, Profilordner), legst du ThawSpaces an oder definierst Ausnahmen; so bleibt Wichtiges erhalten, der Rest wird bei jedem Neustart zurückgesetzt.

Standard vs. Enterprise vs. Cloud

Standard ist perfekt für 1–10 Rechner, die du manuell warten kannst. Enterprise bringt zentrale Verwaltung, Wartungsfenster, Remote-Deploy & mehr – geeignet für große Umgebungen. Cloud setzt noch einen drauf mit Webkonsole, Reports und mobiler Administration. Alle Varianten nutzen das gleiche Reboot-to-Restore-Prinzip.

Für wen lohnt sich das?

Wenn PCs häufig von wechselnden Personen genutzt werden oder „sauber“ bleiben müssen, ist Deep Freeze ein Gamechanger. Du sparst Supportzeit, vermeidest Neuinstallationen und gibst Nutzern trotzdem Freiraum. Mein Fazit nach vielen Setups: Wer keine zentrale Verwaltung braucht, fährt mit Standard erstaunlich weit – und kann später jederzeit auf Enterprise/Cloud umsteigen.

Tipps aus der Praxis

  • Plane Wartungsfenster, in denen du die Systeme „thawst“, Updates einspielst und danach wieder einfrierst.
  • Nutze ThawSpaces für Daten, die bleiben müssen, und halte das Betriebssystem selbst strikt „frozen“.
  • Dokumentiere dein Golden Image (Treiber, Versionen, Tools) – so lässt es sich jederzeit reproduzieren.

Häufig gestellte Fragen:

Kann ich bestimmte Ordner vom Zurücksetzen ausnehmen?

Ja. Du kannst mit ThawSpaces persistenten Speicher bereitstellen und über Ausnahmen gezielt Pfade von der Wiederherstellung ausklammern.

Unterstützt Deep Freeze Windows 11 23H2?

Ja, Deep Freeze Standard ist bis Windows 11 Version 23H2 freigegeben.

Ersetzt Deep Freeze ein Antivirus?

Nein. Es reduziert das Risiko, weil unerwünschte Änderungen beim Neustart verschwinden, schützt zusätzlich aber den MBR. Ein klassischer Virenschutz bleibt als Ergänzung sinnvoll.

Wie lange kann ich testen?

Es gibt eine begrenzte Testphase; danach ist ein gültiger Lizenzschlüssel erforderlich, sonst läuft die Evaluation ab.