Buttercup
Buttercup richtet sich an alle, die Passwörter sicher speichern wollen, ohne sich an einen Anbieter zu binden. Du behältst die Kontrolle über deinen Tresor, wählst den Speicher selbst und bekommst ein schlankes Setup für Windows, macOS und Linux. Im Folgenden zeige ich dir, wie Buttercup funktioniert, wo es glänzt – und wo du heute genauer hinsehen solltest.
Vorteile
- Starke Verschlüsselung und quelloffen
- Flexible Speicherung: lokal, Dropbox, Google Drive oder WebDAV
- Plattformübergreifend mit Desktop und Browser-Add-ons
Nachteile
- Projekt eingestellt – keine aktiven Updates mehr
- Browser-Erweiterung setzt Desktop-App voraus
- Kein eigener Cloud-Dienst, Einrichtung erfordert mehr Schritte
Buttercup im Überblick
Buttercup ist ein schlanker, kostenloser Passwortmanager, der deine Logins in einem verschlüsselten Tresor speichert. Du entscheidest selbst, wo dieser Tresor liegt: lokal auf der Festplatte oder in deiner eigenen Cloud – etwa via Dropbox, Google Drive oder beliebige WebDAV-Dienste wie Nextcloud/ownCloud. Unterstützt werden Windows, macOS und Linux.
Version, Status & Einordnung
Die letzte stabile Desktop-Version ist 2.28.1 (veröffentlicht am 8. September 2024).
Wichtig zu wissen: Das Projekt wurde am 26. Juni 2025 vom Entwickler archiviert. Das heißt: keine aktiven Updates, nur noch Lese-Modus der Repos. Für sicherheitskritische Tools ist das ein dicker Minuspunkt – gerade langfristig.
So funktioniert Buttercup
Du legst einen neuen Tresor an, vergibst ein Master-Passwort und wählst die Datenquelle (lokal, Cloud, WebDAV). Der Tresor enthält Gruppen und Einträge – also deine Konten mit Benutzername, Passwort und Notizen. Die Desktop-App synchronisiert Änderungen mit deiner gewählten Quelle; du bleibst Herr deiner Daten und bist an keinen fremden Server gebunden.
Browser-Erweiterungen & Autofill
Für komfortables Einloggen gibt es Erweiterungen für gängige Browser. Wichtig: Die aktuelle Browser-Generation wurde so konzipiert, dass sie sich an die Desktop-App koppelt (persistente Sitzungen, bessere Formularerkennung). Das ist praktisch, aber eben auch eine Abhängigkeit: Ohne Desktop-Client geht’s nicht.
Sicherheit & Technik
Buttercup setzt auf AES‑256 (CBC) mit HMAC‑SHA‑256; der Schlüssel wird über PBKDF2 mit hohen Iterationszahlen (typisch 200–250k) abgeleitet. Damit ist der Tresor auch bei externer Speicherung robust gegen Offline-Angriffe – vorausgesetzt, dein Master-Passwort ist lang und einzigartig.
Praxiseindruck
Was sofort auffällt: Freiheit statt Vendor-Lock-in. Wer Nextcloud, WebDAV oder eine eigene Struktur nutzt, fühlt sich hier zu Hause. Mir gefällt das minimalistische UI – schnell, nicht überladen. Allerdings braucht die anfängliche Einrichtung (Quelle auswählen, Rechte setzen, ggf. WebDAV-URL testen) etwas mehr Zeit als bei Managern mit integriertem Sync. Und weil das Projekt eingestellt wurde, plane ich Buttercup eher als Übergangslösung oder für Szenarien ohne ständige Feature-Updates ein.
Stärken, die im Alltag zählen
- Datensouveränität: Tresor liegt dort, wo du willst – lokal oder in deiner eigenen Cloud.
- Klares Modell: Ein Master-Passwort, sauber verschlüsselter Container, keine Telemetrie-Spielereien.
- Solide Kryptografie: AES‑256 + PBKDF2 ist bewährt und verständlich dokumentiert.
Schwächen, die du kennen solltest
- Wartungsstopp: Seit Juni 2025 keine aktiven Updates – Sicherheitsfixes und neue OS-/Browser-Änderungen könnten vorbeiziehen.
- Abhängigkeit der Add-ons: Die Browser-Erweiterung braucht die Desktop-App.
- Kein Cloud-Komfort out of the box: Wer „einfach anmelden und fertig“ will, ist mit einem gehosteten Manager schneller startklar.
Fazit
Buttercup ist ein sympathischer, transparenter Passwortmanager für alle, die volle Kontrolle über Speicherort und Setup wollen. Für sicherheitsbewusste Bastler top – für Bequemlichkeits-Fans weniger. Der Archiv-Status macht die Lage allerdings klar: Für langfristige Nutzung in kritischen Umgebungen würde ich heute eher zu einem aktiv gepflegten Tool wechseln. Wenn du Buttercup nutzt, dann bewusst – und mit Blick auf die Zukunft.
Häufig gestellte Fragen:
Ist Buttercup noch aktiv entwickelt?
Nein. Die Repositories wurden am 26. Juni 2025 archiviert; neue Features oder reguläre Updates sind nicht zu erwarten.
Welche Verschlüsselung nutzt Buttercup?
AES‑256 (CBC) mit HMAC‑SHA‑256; der Schlüssel wird über PBKDF2 mit hohen Iterationszahlen abgeleitet.
Kann ich meinen Tresor in der Cloud speichern?
Ja – lokal, via Dropbox/Google Drive oder jeden WebDAV-Dienst (z. B. Nextcloud/ownCloud). Du behältst die Kontrolle über Ort und Zugriff.
Läuft die Browser-Erweiterung ohne Desktop-App?
Nein. Die aktuelle Erweiterung wurde für den Betrieb in Verbindung mit der Desktop-App ausgelegt.
Eigenschaften der Software
Bewertung:
Name:
Buttercup
Lizenzart:
Open Source
System:
Windows, macOS, Linux
Sprache:
English
Update:
08.10.2026
Latest Version:
2.28.1
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