Certify Certificate Manager

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Automatisiert Let's Encrypt- und ACME-Zertifikate für IIS und Windows-Server.

Certify Certificate Manager macht HTTPS auf Windows-Servern einfach. Du kannst Zertifikate automatisch anfordern, installieren und erneuern lassen, ohne manuelles Eingreifen. Die Software richtet sich an Admins, die IIS betreiben und wiederkehrende Zertifikatsaufgaben automatisieren wollen. Im Folgenden beschreibe ich Funktionen, Einsatz und Einschränkungen.

Vorteile

  • Automatisierte Zertifikatsverwaltung
  • Direkte Integration in IIS
  • Unterstützung für Wildcard- und DNS-Validierung

Nachteile

  • Fokus auf Windows-Umgebungen
  • Erweiterte Funktionen kostenpflichtig
  • Nur in Englisch verfügbar

Was ist Certify Certificate Manager?

Certify Certificate Manager ist ein Werkzeug zur Automatisierung von SSL/TLS-Zertifikaten für Windows-basierte Webserver. Die Software stammt von Certify The Web, einem Unternehmen mit Sitz in den USA, und richtet sich speziell an Administratoren und IT-Teams, die IIS-Websites betreiben und die Zertifikatsverwaltung vereinfachen wollen.

Der Kernzweck ist klar: Certify nimmt dir die wiederkehrenden Aufgaben rund um Zertifikatsanforderung, -installation und -erneuerung ab. Dabei arbeitet die Anwendung direkt mit dem ACME-Protokoll zusammen und unterstützt let's encrypt sowie andere ACME-kompatible Zertifizierungsstellen.

Funktionen im Überblick

Certify bietet eine Reihe von Funktionen, die zusammen den gesamten Lebenszyklus eines Zertifikats abdecken. Zu den wichtigsten zählen die automatisierte Anforderung und Erneuerung von Zertifikaten, die direkte Einbindung in IIS-Bindings und die Installation in den Windows-Zertifikatspeicher.

Weitere zentrale Funktionen sind die DNS-Validierung inklusive Support für Wildcard-Zertifikate, eine eigene gehostete DNS-Dienstleistung für ACME-Herausforderungen sowie die Möglichkeit, nach der Erneuerung vordefinierte oder benutzerdefinierte Bereitstellungsaufgaben auszuführen. Für Umgebungen mit mehreren Servern bietet Certify das Certify Management Hub zur zentralisierten Verwaltung.

Wesentliche Funktionen

  • Automatisierte Zertifikatsanforderung und -erneuerung: Die Software fordert Zertifikate an und erneuert sie automatisch, bevor sie ablaufen.
  • Integration mit IIS: Zertifikate werden direkt in IIS-Websites als Bindungen eingebunden.
  • Installation im Windows-Zertifikatspeicher: Zertifikate landen automatisch an der richtigen Stelle im System.
  • DNS-Validierung und Wildcards: Unterstützung für DNS-Challenges und Wildcard-Zertifikate, inklusive gehosteter DNS-Option.
  • Bereitstellungsaufgaben: Nach der Erneuerung können Skripte oder Aktionen ausgeführt werden, um Dienste neu zu starten oder Konfigurationen anzupassen.
  • Zentralisierte Verwaltung: Das Management Hub ermöglicht das Verwalten mehrerer Server über eine zentrale Oberfläche (kostenpflichtige Erweiterung).

So funktioniert Certify Certificate Manager in der Praxis

In der Praxis installierst du Certify auf einem unterstützten Windows-System und legst ein oder mehrere Profile für deine IIS-Websites an. Für jede Domain konfigurierst du die gewünschte Validierungsmethode (HTTP- oder DNS-Validierung). Bei DNS-Validierung kannst du die eigene gehostete DNS-Dienstleistung nutzen oder einen der unterstützten DNS-Provider konfigurieren.

Der Ablauf ist automatisiert: Certify kontaktiert die gewählte ACME-Zertifizierungsstelle über HTTPS, führt die Domain-Validierung durch und fordert das Zertifikat an. Nach erfolgreicher Ausstellung installiert die Anwendung das Zertifikat im Windows-Zertifikatspeicher und bindet es an die entsprechende IIS-Site. Du kannst zusätzlich nach der Erneuerung Aufgaben definieren, etwa Neustarts von Diensten oder Ausführen von Skripten.

Für größere Umgebungen empfiehlt sich das Certify Management Hub, das eine zentralisierte Übersicht über Zertifikate und Erneuerungsaufgaben bietet. Das Hub erlaubt es, mehrere Server konsistent zu verwalten, Erneuerungspläne zu sehen und Rollouts von Konfigurationen zu koordinieren.

Die Bedienung ist praxisorientiert: Du legst Szenarien an, definierst Domains und Validierungswege, und Certify übernimmt die wiederkehrende Arbeit. Admins behalten dabei Monitoring-Optionen für Zertifikatslaufzeiten und Erneuerungsereignisse, um bei Problemen eingreifen zu können.

Systemvoraussetzungen und Lizenz

Certify Certificate Manager läuft auf Windows Server und Windows Desktop. Als systemtechnische Voraussetzung reicht laut Briefing ein unterstütztes Windows-Betriebssystem mit ausgehendem HTTPS-Zugriff, damit die Anwendung mit der gewählten Zertifizierungsstelle kommunizieren kann. Mehr ist im Briefing nicht aufgeführt; zusätzliche Abhängigkeiten sind nicht genannt.

Beim Lizenzmodell gibt es eine kostenlose Basisversion und optional kostenpflichtige Lizenzen für erweiterte Funktionen. Die kostenlose Version stellt die grundlegenden Funktionen bereit, während Features wie das Certify Management Hub eine kostenpflichtige Lizenz erfordern. Die verfügbare Sprache laut Briefing ist Englisch.

Aktuelle Version und Zeitpunkt der letzten Aktualisierung laut Briefing: Version 7.3.0, zuletzt aktualisiert im Oktober 2026. Preise für die kostenpflichtigen Lizenzen sind im Briefing nicht detailliert aufgeführt; es ist nur erwähnt, dass erweiterte Funktionen zusätzliche Lizenzen erfordern.

Für wen eignet sich Certify Certificate Manager?

Certify eignet sich primär für Systemadministratoren und IT-Teams, die Windows-Server und insbesondere IIS betreiben. Wenn du viele IIS-Websites managen musst und den Aufwand der Zertifikatsverwaltung reduzieren willst, bringt Certify deutlichen Zeitgewinn.

Auch Szenarien mit Wildcard-Zertifikaten oder automatisierter DNS-Validierung profitieren von der Lösung. Unternehmen, die mehrere Server zentral verwalten möchten, können das Management Hub einsetzen (ggf. gegen Lizenzgebühr). Wenn du eine heterogene Umgebung mit Linux oder anderen Webservern betreibst, ist Certify weniger passend, da der Fokus auf Windows liegt.

Fazit

Certify Certificate Manager ist eine klare Empfehlung für Admins in Windows- und IIS-Umgebungen, die wiederkehrende Zertifikatsaufgaben automatisieren wollen. Die direkte Integration in IIS, die Installation in den Windows-Zertifikatspeicher und die Unterstützung für DNS-Validierung und Wildcard-Zertifikate machen das Tool praktisch und zuverlässig für den Alltag.

Einziger Wermutstropfen ist der klare Fokus auf Windows: Wenn du Multi-Plattform-Szenarien abdeckst oder eine Lösung in vielen Sprachen brauchst, stößt Certify an Grenzen. Außerdem sind zentrale Verwaltungsfunktionen kostenpflichtig. Insgesamt ist Certify aber ein starkes Werkzeug, wenn deine Infrastruktur auf Windows basiert und du Zeit bei der Zertifikatsverwaltung sparen willst.

Häufig gestellte Fragen

Unterstützt Certify Certificate Manager Wildcard-Zertifikate?

Ja. Certify unterstützt die Ausstellung von Wildcard-Zertifikaten durch DNS-Validierung. Du kannst entweder eigene DNS-Provider integrieren oder die gehostete DNS-Dienstleistung von Certify verwenden, um die ACME-DNS-Challenges zu erfüllen.

Kann ich Certify ohne Internetzugang verwenden?

Nein. Laut Briefing benötigt Certify einen ausgehenden HTTPS-Zugriff, um mit der gewählten Zertifizierungsstelle über das ACME-Protokoll zu kommunizieren. Ohne Internetzugang sind die automatisierte Anforderung und Erneuerung von Zertifikaten nicht möglich.

Ist das Certify Management Hub kostenlos?

Das Management Hub ist eine erweiterte Funktion, die laut Briefing eine kostenpflichtige Lizenz erfordert. Die kostenlose Basisversion bietet grundlegende Funktionen, aber zentrale Verwaltungsfunktionen wie das Hub sind kostenpflichtig.

Welche Zertifizierungsstellen werden unterstützt?

Certify arbeitet mit Let's Encrypt und anderen ACME-kompatiblen Zertifizierungsstellen. Das ACME-Protokoll ist der Kommunikationsweg, sodass Zertifizierungsstellen, die ACME unterstützen, genutzt werden können.

Welche Betriebssysteme werden unterstützt?

Certify Certificate Manager unterstützt Windows Server und Windows Desktop laut Briefing. Die Integration ist auf die Windows-Umgebung ausgelegt, weitere Betriebssysteme werden nicht als unterstützt genannt.

In welcher Sprache ist Certify verfügbar?

Die verfügbare Sprache laut Briefing ist Englisch. Mehrsprachige Benutzeroberflächen werden im Briefing nicht erwähnt.