ART (Another RawTherapee)

ART (Another RawTherapee)


Ein schlanker RAW-Entwickler, der dir präzise lokale Bearbeitung, exzellente Bildqualität und einen sauberen, schnellen Workflow liefert.

ART (Another RawTherapee) ist ein moderner RAW-Entwickler, der den Fokus auf starke Bildqualität und ein unkompliziertes Interface legt. Du bekommst die Power eines Profi-Tools – ohne unnötigen Ballast. Im Folgenden findest du die wichtigsten Funktionen, Stärken, Schwächen und konkrete Tipps aus der Praxis.

Vorteile

  • Leistungsstarke lokale Bearbeitung mit vier Maskenarten
  • Einfachere Oberfläche als RawTherapee bei hoher Kontrolle
  • Open-Source, XMP-Workflow und plattformübergreifend

Nachteile

  • Keine integrierte Katalogverwaltung
  • Einarbeitung für Einsteiger nötig
  • Weniger Presets/Vorlagen als bei kommerziellen Suites

ART (Another RawTherapee): RAW-Entwicklung mit Biss

ART ist ein quelloffener RAW-Entwickler, abgeleitet von RawTherapee – mit aufgeräumterem Interface und cleveren Workflow-Entscheidungen. Die aktuelle Version 1.25.12 (Stand: Dezember 2025) setzt auf eine konsequent nicht-destruktive Verarbeitung und speichert deine Einstellungen in .arp-Profilen statt direkt in der Bilddatei. Das Projekt steht unter GPLv3 und läuft auf Windows, macOS und Linux.

Was macht ART besonders?

ART nimmt die rohe Rechenpower seines Vorgängers und kombiniert sie mit mehr Zugänglichkeit. Besonders stark: lokale Korrekturen mit Masken, ein sauberer XMP-Workflow und moderne Color-Management-Optionen bis hin zu ACES/OCIO. Kurz: Du arbeitest schneller, präziser – und behältst die volle Kontrolle über jedes Detail.

Hauptfunktionen im Überblick

  • Lokale Bearbeitung mit vier Maskentypen: Parametrisch, Farbsimilarität, Flächen (Shapes) und Pinsel – beliebig kombinierbar und als Layer stapelbar.
  • Farb- und Tonwerkzeuge inkl. LUTs (Hald-CLUT), ACES CLF via OpenColorIO und CTL-Skripten für präzise, reproduzierbare Looks.
  • Sauberer Metadaten- und XMP-Support inkl. Sternbewertungen und Farblabels aus/zu Sidecars.
  • LibRaw-Decoder und ein Plugin-System für Spezialformate – u.a. echte HDR-Ausgaben.
  • Automatische Perspektivkorrektur, verbesserter Inspector-Modus im Browser, Snapshots bleiben im Profil erhalten.

Bedienung & Workflow

Du startest im Dateibrowser, sichtest RAWs, vergibst Sterne und Labels und springst in den Editor. Alle Anpassungen laufen nicht-destruktiv; exportiert wird in der Regel in einen Unterordner, sodass Originale unberührt bleiben. Der Look entsteht über Profile und Layer – das fühlt sich nach kurzer Eingewöhnung erstaunlich leicht an, weil die UI konsequent aufgeräumt bleibt.

Bildqualität in der Praxis

ART liefert knackige Details, saubere Farben und sehr fein dosierbare Rauschminderung. Die Stärke ist die gezielte Bearbeitung: Haut glätten, Himmel abdunkeln, Augen betonen – alles selektiv, ohne komplizierte Workarounds. Viele Anwender wechseln genau wegen dieser selektiven Editierwerkzeuge von RawTherapee zu ART.

Kompatibilität & Formate

ART läuft auf Windows 10/11, macOS (Intel & Apple Silicon) und Linux. Dank LibRaw werden RAWs gängiger Kameras unterstützt; über das Plugin-System sind auch HDR-Workflows möglich. LUTs (Hald/CLF) und CTL-Skripte runden das Farbmanagement ab.

Warum ART statt RawTherapee?

Mein Eindruck nach mehreren Sessions: ART ist fokussierter. Weniger Schalter, schnellere Entscheidungen – ohne spürbare Einbußen bei der Qualität. Vor allem die lokalen Tools sind ein echtes Upgrade. Wenn du maximale Feinsteuerung suchst, aber kein überladenes Interface willst, ist ART die logische Wahl.

Grenzen, die du kennen solltest

Es gibt keine integrierte Katalogverwaltung – Stichwort: Sammlungen, Gesichtserkennung, Cloud-Sync. Preset-Ökosysteme sind kleiner als bei großen Suites. Und: Wer neu in RAW-Workflows ist, sollte sich eine Stunde für Masken & Profile gönnen – die zahlt sich aus.

Praxistipps für einen schnellen Start

  • Dein Grundlook als Profil: Baue dir ein neutrales Basis-Profil (Weißabgleich, Schärfe, leichte Rauschminderung) und speichere es als Startpunkt.
  • Erst global, dann lokal: Belichtung, Weißabgleich, Geometrie zuerst – dann Masken. Das verhindert Überraschungen.
  • Inspector clever nutzen: Mit 100%-Ansicht Details checken, bevor du exportierst – spart Zeit und Fehlexporte.

Fazit

ART ist für mich der Sweet Spot im Open-Source-Fotobereich: präzise lokale Werkzeuge, transparenter Workflow, starke Farbfunktionen – ohne Ballast. Wenn du deine RAWs schnell und sauber entwickeln willst, wirst du hier glücklich.

Häufig gestellte Fragen:

Ist ART wirklich kostenlos?

Ja. ART ist Open Source unter GPLv3 – du kannst es kostenlos nutzen und weitergeben.

Schreibt ART Änderungen in meine RAW-Dateien?

Nein. ART arbeitet nicht-destruktiv und speichert Anpassungen in Profilen/Sidecars – deine Originale bleiben unverändert.

Unterstützt ART LUTs wie ACES CLF?

Ja. Neben Hald-CLUTs unterstützt ART ACES CLF via OpenColorIO sowie CTL-Skripte für reproduzierbare Looks.

Läuft ART auf meinem System?

Unterstützt werden Windows 10/11, macOS (Intel & Apple Silicon) und Linux.

Was unterscheidet ART von RawTherapee?

ART ist ein fokussierter Fork mit stärkerer lokalen Bearbeitung, vereinfachter Bedienung und modernisiertem Workflow.